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Hier befindet sich mein Blog, auf dem ich über dies und das aus Wissenschaft, Informatik und Politik schreibe. Die Kommentare, die ihr auf den Seiten des jeweiligen Beitrags findet (dazu auf die Überschrift klicken, diese stellt einen Link dar; nur weil schon mehrere Leute gefragt haben), werden bis auf weiteres nicht zensiert (solange ich mich durch das Stehenlassen nicht strafbar mache), insofern habt ihr mehr oder weniger Narrenfreiheit.

Keim im Kühlschrank

Freitag, der 18. Mai 2012

Leben ist überall; auch in den Kühlschränken meines Wohnheims. In der Folge habe ich mir im mikrobiologischen Praktikum ein paar Keimplatten mitgeben lassen und diese für zwei Stunden und zwanzig Minuten offen in dem auch von mir genutzten Gemeinschaftskühlschrank liegen lassen. Nach einer Woche im Regal waren dann auch beeindruckende Kulturen von Bakterien und Pilzen entstanden:

Petrischale mit Pilzmedium und vielen Kulturen
Die große Zahl an Pilzen ist soweit nicht unbedingt überraschend, dennoch liegt offenbar eine beeindruckende Artenvielfalt vor.
Petrischale mit Bakterienmedium und vielen Kulturen
Auch im Nährmedium für Bakterien entstanden viele Kulturen.
Faszinierend war übrigens auch, dass die Schalen, als ich sie im Labor öffnete stanken.
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Wahlsysteme

Sonntag, der 29. April 2012

Ohne einen allzu konkreten Anlass zu haben mal ein paar Gedanken dazu, wie man das Wahlrecht in Deutschland dahingehend reformieren könnte, dass man die derzeitigen Probleme (negatives Stimmrecht, Sitzzahlen die von den Ergebnissen anderer Parteien abhängen, Überhangmandate…) lösen könnte, ohne das man dadurch echte Nachteile erfährt.

Fangen wir mit dem einfachsten Punkt an: Dem Sitzzuteilungsverfahren. Hier gibt es diverse Systeme von denen eigentlich alle irgendwelche Probleme haben, und sei es, dass sie unnötig schwer zu verstehen sind. Das derzeit verwendete Sainte-Laguë-Verfahren scheint dabei noch das unproblematischste zu sein. Alle diese Verfahren haben das Ziel eine feste Zahl an Sitzen zu verteilen. Das wirkt vor dem Hintergrund, dass diese Zahl im Bundestag wegen der Überhangmandate ohnehin leicht schwankt und die Zahl der Parteien bisher immer sehr klein war einfach nur lächerlich. Ein einfach zu verstehendes und faires Verfahren wäre hier, für eine vorher festgelegte Zahl an Stimmen oder eines bestimmten Anteils einen Sitz zu vergeben.

Eine Eigenschaft der ersten Methode (ob Vorteil oder Nachteil ist Geschmackssache) wäre, dass die Größe des Parlaments von der Wahlbeteiligung und der Größe der Bevölkerung abhängt.

Was die Vergabe über Anteile angeht, muss man sich zuerst einigen welchen Anteil man nimmt: Der Anteil der Stimmen an der Zahl der Wahlberechtigten hätte wieder die Eigenschaft, dass eine niedrige Wahlbeteiligung ein kleineres Parlament verursacht. Da es diesmal jedoch eine maximale Zahl an Abgeordneten gibt, ermöglicht dies ein sehr interessantes Konstrukt: Bei (möglicherweise auch nur bestimmten) Abstimmungen könnte statt einer prozentualen Mehrheit eine bestimmte Zahl an Zustimmungen (abzüglich der halben Zahl der Enthaltungen nötig sein, damit Enthaltungen auch wirklich so zählen) erforderlich sein. Hierdurch würde ein durch niedrige Wahlbeteiligung nur mäßig legitimiertes Parlament eine viel deutlichere Zustimmung benötigen, als ein durch hohe Wahlbeteiligung großes und besser legitimiertes.

Die zweite Möglichkeit wäre, den Anteil an gültigen Stimmen zu nehmen. Beim Vorhandensein einer Prozenthürde für kleine Parteien, hätte dies zur Folge, dass erneut nicht alle Sitze besetzt würden, sich dies allerdings bei weitem nicht so stark auswirken würde.

Das dritte Verfahren unterscheidet sich nur beim Vorhandensein einer solchen Hürde: Es wird der Anteil an für die Sitzverteilung relevanten Stimmen beachtet. Hierbei ist die Größe des Parlaments sehr stark fixiert.

Alle Verfahren haben interessante Eigenschaften, wobei das vierte unserem derzeitem Verfahren am ähnlichsten ist. Die Unterscheidung zwischen diesem und dem Dritten verliert aber durch meinen Vorschlag zur 5%-Hürde, so man diese Überhaupt will (ich bin klar gegen das derzeite Verfahren) an Bedeutung.

Das Problem an der 5%-Hürde ist, dass die Stimmen von Leuten die alternative Parteien wählen, welche nicht in das Parlament kommen verfällt. Dies entspricht der Verweigerung des Stimmrechts, da man sich vorher nie sicher sein kann, ob eine Partei erfolgreich sein wird. Auch kann dies Verschiebungen der gewünschten Mehrheitsverhältnisse zur Folge haben: Ein Wähler der Linken oder der Piraten (bei Letzteren scheint das Problem gerade nicht so stark zu bestehen, aber in der Vergangenheit war es relevant), wird in aller Regel eine rot-grüne Regierung dem Schwarz-Geld vorziehen, könnte aber deren Sieg verursachen. Hierfür gibt es eine einfache Lösung, die noch nicht einmal Nachteile mit sich bringt: Wer sich nicht sicher ist, ob seine bevorzugte Partei in das Parlament gelangt, kann weitere Stimmen abgeben (nicht mehr als Kreuz sondern durchnummeriert). Seine Stimme zählt dann für die erste Partei, die das nötige Quorum erreicht (Für die staatliche Wahlkampfunterstützung wird dann einfach das gleiche Verfahren unabhängig von der Platzverteilung angewandt). Zum besseren Verständnis hier ein Beispiel:

Max Mustermann wählt wie folgt:

  • Partei A: 1
  • Partei B: 2
  • Partei C: 3

Die Wahlergebnisse dieser Parteien sehen nun so aus:

  • Partei A: 0,4%
  • Partei B: 2,3%
  • Partei C: 9,6%

Angenommen für die finanzielle Wahlkampfunterstützung gibt es eine 1%-Hürde und für den Einzug in das Parlament eine 5%-Hürde. Dann erhält Partei B das Geld und Partei C die Stimme für die Sitzverteilung.

Auch dieses System hat jedoch eine nicht eindeutig geklärte Stelle: Es ist möglich, dass eine Partei durch niedriger priorisierte Stimmen der Wähler einer anderen Parteien über die 5%-Hürde gehoben werden könnten, selbst jedoch genug Wähler mit einer sekundären Stimme für diese Partei hat um diese in das Parlament zu bringen. Zur Auflösung dieses Problems gibt es mehrere Möglichkeiten:

Die einfachste und schlechteste wäre, für das übersteigen der entsprechenden Hürden nur Primärstimmen zuzulassen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie wieder taktisches Wählen verursachen kann (also das Leute um ihre Stimme nicht zu verschenken eine andere Partei wählen, als die, die sie bevorzugen). Der Vorteil ist die einfache Rechnung.

Die zweite Methode wäre, für das überschreiten der Hürden auch sonst nicht betrachtete Stimmen zu berücksichten und gegebenenfalls eine Partei auch mit real weniger Wählern als die Hürde vorschreibt in das Parlament zu lassen. Eine Eigenschaft dieser Methode wäre, dass faktisch jeder dafür Stimmen könnte, dass beliebig viele Parteien in das Parlament kommen, indem man diesen eine niedrigere Präferenz gibt, als einer Partei, die sicher einziehen wird.

Die dritte und zwar komplizierteste aber auch für meinen Geschmack beste Methode wäre, die Parteien nach dem Ergebnis ihrer Erststimmen zu sortieren und solange die jeweils schlechteste Partei von der Liste zu streichen, ihre Sekundärstimmen zu verteilen und im Anschluss die Liste neu zu erstellen, bis alle verbliebenen Parteien die jeweilige Hürde überschreiten. Der Nachteil dieser Methode, der aber meiner Meinung nach von den Vorteilen überwogen wird, lässt sich leicht an einem Beispiel zeigen: Wenn eine Partei 100% der Sekundärstimmen und dementsprechend keine Primärstimmen erhält, wird sie als erste aus der Liste fallen, obwohl offensichtlich sehr viele Leute den Wunsch haben, dass sie einzieht. Eine mögliche Lösung wäre, die Liste nicht nur nach der Zahl der bereits sicher auf die jeweilige Partei entfallenden Stimmen zu sortieren sondern stattdessen auch die weiteren (Sekundär-, Tertiär-, …) Stimmen von Parteien, die die Hürde noch nicht sicher übersprungen haben, mit einer gewissen Gewichtung einfließen zu lassen, was das System jedoch noch weiter verkomplizieren würde.

Damit hätten wir an dieser Stelle ein paar relativ einfache aber IMO sehr gute Konzepte für die Wahl der Parteien. Damit verbleibt die Wahl der Vertreter der Wahlkreises und deren Einbindung in das Gesammtparlament. Letzteres ist die Hauptquelle für die Probleme des deutschen Wahlrechts.

Fangen wir mit dem einfachen Teil an: Dem lokalen Wahlverfahren. Prinzipiell sollte der Vertreter des Wahlkreises jemand sein, der von der Mehrheit der dortigen Bevölkerung mitgetragen wird, was das derzeitige Verfahren (jeder Wähler hat eine Stimme, die er einem Kandidaten geben kann, wobei der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt) von vorneherein disqualifiziert, da es stark polarisierende Kandidaten bevorzugt (Wenn 80% des Wahlkreises Kandidat A gut geeignet finden, aber jeweils etwa 50% die Kandidaten B und C diesem vorziehen, aber den jeweils anderen unmöglich finden, wird trotzdem einer der beiden gewinnen, statt A, der der Konsenskandidat wäre). Es gibt ein paar Systeme die diesen Anspruch bei unterschiedlich komplizierter Auswertung erfüllen. Das einfachste ist das, welches bei der deutschen Piratenpartei eingesetzt wird: Wahl durch Zustimmung. Jeder Wähler hat so viele Stimmen, wie es Kandidaten gibt, kann aber jedem Kandidaten nur eine Stimme geben. Wer die meisten Stimmen hat und über 50% kommt, hat gewonnen. Der Vorteil ist die sehr leichte und schnelle Auswertung und das einfach zu verstehende Konzept. Der Nachteil ist, dass ein von der Mehrheit als „geht gerade so“ eingeordneter Kandidat ohne weiteres den von der Mehrheit als toll empfundenen Kandidaten, der nur sehr wenige Stimmen hinter ihm liegt schlagen kann.

Um dieses Problem zu beseitigen gibt es mehrere Systeme, die eine Gewichtung vorsehen, so dass man seien Kandidaten wieder nach Präferenz durchnummeriert. Ein bekanntes Verfahren ist hier die Schulze-Methode, die zwar toll zu funktionieren scheint, aber auch gleich das Problem deutlich macht: Sie ist viel aufwändiger in der Auswertung, sowohl was die Auszählung angeht (wer einmal bei einem Piratenparteitag, und sei es wie bei mir nur auf Bezirksebene, Wahlhelfer war, weiß, wie aufwendig bereits die Auszählung von ziemlich wenigen Stimmen bei der Wahl durch Zustimmung ist, wenn man mehr als zwei oder drei Kandidaten hat), als auch was die Feststellung des Siegers betrifft (ich meine mal gelesen zu haben, dass das bei größeren Wahlen von Hand nicht mehr sinnvoll machbar ist). Wenn man aber bereit ist, diese Nachteile in Kauf zu nehmen, könnte die vielleicht wirklich die beste Methode sein.

Womit wir nun zum größten Problem gelangen: Der Verbindung der Systeme. Um es gleich vorweg zu nehmen: Eine perfekte Lösung habe ich hier auch nicht, sondern nur einen Vorschlag, der die Probleme des derzeitigen Systems reduzieren könnte:

Lokale Mandate könnten vollständig mit den Mandaten über die Verhältniswahl verrechnet werden und zwar unabhängig von Bundesländern und Wahlkreisen. Damit wären die meisten Überhangmandate und Probleme wie das negative Stimmrecht passé. Die Frage, was mit Kandidaten die entweder keiner oder einer Partei, deren Sitze schon alle an Direktkandidaten verteilt sind, angehören, bleibt damit jedoch unbeantwortet. Möglicherweise ist es hier wirklich das einfachste, diesen dennoch ihren Sitz zu geben, da die Verschiebungen auf diesem Weg wirklich relativ gering sind.

Um entsprechenden Kommentaren vorzubeugen: Diese Vorschläge sind so gestaltet, dass sie sich leicht im derzeitigen Wahlrecht einführen liesen, ohne dass sich für den Durchschnittswähler Nachteile ergeben. Prinzipiell bin ich zum Beispiel unbeding dafür, den Bundesprädisdenten und die Mitglieder der Bundesregierung direkt zu wählen (jeweils mit der Schulze-Methode) und Verfassungsänderungen nur mit Volksentscheid zu machen; ebenso wie es bei jedem Gesetz die Möglichkeit geben sollte einen Volksentscheid zu erzwingen. Hier geht es aber erstmal nicht darum, ein vollständig perfektes System vorzustellen. Ansonsten verweise ich bei Fehlern aller Art auf die Uhrzeit (02:20) zu der dieser Post verfasst wurde.

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Piratenfail in Karlsruhe

Donnerstag, der 22. März 2012

In Karlsruhe werden dieses Jahre OB-Wahlen stattfinden. Der derzeitige Amtsinhaber (CDU, wie Unmengen an Vorgängern) wird nicht mehr antreten, stattdessen entsendet die Union einen gewissen Ingo Wellenreuther ins Rennen. Dieser Mann ist, kurz gesagt, eine einzige Katastrophe und inakzeptabel: Abgesehen von seiner CDU-Mitgliedschaft, war er der einzige Bundestagsabgeordnete, der gegen die Abschaffung des Zensursula-Gesetzes stimmte, wodurch er sich endgültig aus der Liste der Demokraten in diesem Land verabschiedet hat. Auch sonst vertritt er teilweise krude Positionen, etwa was Computerspiele angeht.

In Reaktion auf einen dermaßen üblen Gegenkandidaten hat sich nun die SPD für einen Kandidaten entschieden, der bewusst auch für die anderen derzeitigen Oppositionsparteien tragbar ist. Die Grünen haben sich nun dazu entschieden diesen zu unterstützen, solange er bestimmte asserts erfüllt, die sie derzeit formulieren.

Die Karlsruher Piraten jedoch haben sich dazu entschlossen, dass es cool wäre, einen eigenen Kandidaten zu haben, auch wenn dieser von vorneherein chancenlos und unumstritten ungeeignet für das Amt ist. Zwar würde man in einem zweiten Wahlgang (bescheuerterweise keine Stichwahl sondern einfach eine Wahl, die man auch mit weniger als 50% gewinnt) einen anderen Kandidaten unterstützen, aber trotzdem muss ich mich hier fragen, ob meine Parteikollegen noch alle Tassen im Schrank haben.

Ich selbst werde mich jedenfalls bei den Grünen oder der SPD melden und diese im Wahlkampf unterstützen (durchaus im Piraten-T-Shirt, da kenne ich nichts).

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makefilecreator

Mittwoch, der 21. März 2012

Ich gehöre zu den Menschen, die relativ selten mit einer IDE programmieren und dementsprechend für den Build-Prozess makefiles erstellen. Bisher habe ich das von Hand gemacht, was leider den Nachteil hat, dass man die Abhängigkeiten von Hand angeben muss und zudem jedes mal, wenn man neue Dateien hinzufügt, diese dem Makefile hinzufügen muss. Prinzipiell liese sich auch einfach alle per „g++ -o target *.cpp“ erstellen, aber diese Methode hat den Nachteil, dass eine Rechtschreibkorrektur das komplette Projekt neucompiliert.

Diese Probleme werden insbesondere dann leicht grotesk, wenn man sich bei seinen Dateien an ein festes Schema hält (Implementierungen: *.cpp, Header; *.hpp).

Nun gibt es zwar Software um diese Probleme zu reduzieren, aber auch bei dieser muss man in der Regel jede Datei einzeln angeben und die Verwendung ist auch nicht immer sehr komfortabel.

Als Antwort auf diese Probleme habe ich begonnen, eine Software zu erstellen, die in einem gegebenen Verzeichnis und allen seinen Unterverzeichnissen alle Source-Dateien sucht, ihre Abhängigkeiten voneinander prüft und im Anschluss ein Makefile erstellt. Das Programm ist soweit einsatzbereit und wird von mir schon dazu verwendet, sein eigenes Makefile zu erstellen. Die nach wie vor nötigen Einstellungen (zum Beispiel welche Bibliotheken gelinkt werden müssen) können komfortabel in einer kleinen Konfigurationsdatei gespeichert werden, die automatisch gelesen wird.

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die Demonstrationen gegen ACTA in Karlsruhe

Samstag, der 11. Februar 2012

Am Mittwochabend wurde auf unserem Piratenstammtisch in Karlsruhe auf meine Initiative hin beschlossen, doch auch in Karlsruhe gegen ACTA zu demonstrieren. In der Folge durfte ich zusammen mit einigen anderen Leuten eine Demonstration organisieren, die nun beendet ist. Zusammenfassend muss ich sagen, dass es zwar nicht besonders toll organisiert und etwas chaotisch war, aber insgesamt im Rahmen und großartig, wenn man bedenkt, dass an dieser Stelle mein gegen Null konvergierendes Organisationstalent auf die extrem kurze Zeitspanne traf.

Nach Schätzungen der sehr entgegenkomenden und freundlichen Polizei waren auf dem eigentlichen Umzug etwa 400 Personen unterwegs, was auch in etwa unsere Schätzung war. Besonders gefallen hat mir hierbei auch, dass neben uns Piraten und Occupy auch noch Grüne, Jusos und Linke da waren.

Bei den Reden tat sich vor allem Nineberry sehr positiv hervor, ich selbst habe mich da soweit wie möglich gedrückt.

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Logging mit Lighttpd

Freitag, der 6. Januar 2012

Wie bereits im letzten Post erwähnt, nutze ich auf meinem neuen Server lighttpd als Webserver und bin damit soweit auch zufrieden. Was mich bisher jedoch gestört hat, war, dass das access.log nicht zu funktionieren schien, obwohl alle Rechte ausreichend gesetzt waren. Es sollte sich herausstellen, dass hierfür ein weiteres Modul geladen werden muss (mod_accesslog), um dies zu ermöglichen. Nachdem dies geschehen war, funktionierte das Logging auch soweit relativ gut.

Das Problem war nun, dass jeder Aufruf jeder Datei mit der vollständigen IP-Adresse im Log vermerkt wurde. Nicht nur das dies zu großen Mengen Datenmüll geführt hätte (es interessiert mich beispielsweise herzlich wenig, welche Layout-Dateien heruntergeladen werden), es handelt sich bei dieser Einstellung auch um einen unnötigen Eingriff in die Privatsphäre der meines Wissens auch vom Bundesdatenschutzgesetz untersagt wird.

Leider scheint Lighttpd bei der Formatierung des Logstrings keine Möglichkeit zu bieten, teilanonymisierte IPs auszugeben. Was jedoch möglich ist, ist die Ausgabe an ein Programm weiterzugeben, statt sie in eine Datei zu schreiben. In der Folge habe ich mir diese Pythonskript geschrieben, dass sowohl die letzten beiden Blöcke der IP durch „*“ ersetzt, als auch das Logging diverser Dateien unterbindet. Wer will, kann das gerne in angepasst übernehmen.

Update: Mittlerweile gibt es dieses Blog übrigens auch mit SSL und das Pythonskript habe ich durch ein kleines C++-Programm ersetzt.

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Umzug

Sonntag, der 27. November 2011

Gestern habe ich mir bei Hosteurope einen V-Server mit Debian Squeeze gemietet und die komplette Seite auf selbigen kopiert. Normalerweise sollte sich für die Seitenbesucher nichts ändern, außer dass die Verzeichnislistings nun besser aussehen, da ich hier keinen Apache als Webserver verwende, sondern lighttpd. Da ich diesen Server allein habe, werde ich möglicherweise auch irgendwann Https anbieten, aber das muss sich noch zeigen (immerhin wäre bei dem Server wie ich das sehe, ein kostenloses Zertifikat dabei).

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der Wikipedia-Bildfilter

Mittwoch, der 12. Oktober 2011

Da es ja derzeit die Diskussion gibt, ob auf Wikipedia Bildfilter eingeführt werden sollten, hier mal kurz meine Meinung zu dem Thema: Zunächst sollten sich bitte alle Diskutierenden ein Bild machen worum es geht.

Zunächst einmal ist es keine Zensur, da keinerlei Entfernung von Inhalten oder der Verweigerung der Anzeige der Selbigen stattfindet (und ich definiere den Zensurbegriff so weit, dass ich durchaus auch bestimmte Sorten wünschenswert finde, etwa die Entfernung von sachlich falschen, schweren Verleumdungen). Es geht lediglich darum, dass ein Besucher selbst festlegen kann, welche Bilder er nicht sehen möchte. Das kann religiöse Gründe haben (den Juden, Christen und Moslems ist es ja zum Beispiel verboten, sich ein Bild von Gott zu machen und manche fühlen sich durch Solche in ihren „religiösen Gefühlen“ verletzt (und ja, auch ich finde das lächerlich, insbesondere weil es keinen Schutz meiner wissenschaftlichen Gefühle gibt) und wenn sie durch das Ignorieren bestimmen Materials glücklich werden…) oder auch einfach „verdauungstechnische“: So gibt es, etwa im Bereich der Medizin, Bilder, die zwar im Artikel richtig und wichtig sind, die aber dennoch zart beseiteten Leuten Probleme machen könnten (sortiert nach steigender Problematik hier mal ein paar Bilder von Verbrennungen, die letzten beiden stehen im entsprechenden Artikel: Verbrennung zweiten Grades einer Hand, große Verbrennungsnarbe, Verbrennung zweiten Grades über einem gesamten Rücken, Verbrennung dritten Grades (mit nackter Brust, falls sich Jemand an dem Detail stört ;-) ))

Da der Filter zudem ausdrücklich Opt-in sein wird, besteht auch keine Gefahr, dass jemand ausgesperrt wird, weil er mit der Technik nicht zurecht kommt.

Insofern muss ich in der Summe sagen, dass die Erstellung des Filter zwar Verschwendung von finanziellen und personellen Ressourcen darstellt, aber nichts ist, über das man sich groß aufregen müsste.

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Xubuntu, die Distribution für „Normalos“

Sonntag, der 25. September 2011

Gestern Abend kam mein Bruder zu mir und bat mich darum, auf seinem Laptop ein Linux zu installieren, da er diesen ohnehin nur zum surfen nehmen wollte. Als Grund gab er auch an, dass der Rechner sehr langsam sei. Anforderungen an die Distribution waren dementsprechend:

  • Geschwindigkeit
  • einfache Bedienung
  • Stabilität
  • wenig Wartungsaufwand

Also ziemlich genau das, was sich jeder nicht-Nerd wünscht.

Der erste Punkt sprach nun vermeintlich gegen Unity, GNOME3 und KDE (als ich mir nach der Installation die Hardware näher ansah, musste ich erkennen, dass der Rechner durchaus leistungsstark war und vermutlich schlicht das Windows schlecht gewartet). Der zweite Punkt schloss praktisch alle verbleibenden Fenstermanager bis auf XFCE aus, eventuell wäre auch ein LXDE noch im Rahmen gewesen. Ferner fielen damit sämtliche Distributionen für Fortgeschrittene aus, so dass eigenlich nur ein *buntu oder Mint in die engere Auswahl kamen (Suse finde ich furchtbar).

Auch wenn Mint einen hervorragenden Ruf genießt und ich es immer noch einmal ausprobieren wollte, wusste ich, dass Xubuntu eine gute Distribution ist, die gerade auch Leuten, denen das Optische nicht egal ist, engegen kommt. Die Installation verlief dann auch bilderbuchmäßig, wenn auch an die libdvdcss leider immernoch nicht in den offiziellen Repos liegt. Das selbe gilt für Opera, da mein Bruder explizit auf diesem bestand.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass Xubuntu derzeit meine Empfehlung für Anfänger wäre, die sich ein Linux zulegen wollen, aber nicht wissen, welches. Meinem Bruder scheint es auch zu gefallen und er hat von sich aus auf die hohe Geschwindigkeit des Systems hingewiesen, was immer ein gutes Zeichen ist.

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Noch eine Petition…

Samstag, der 17. September 2011

Nachdem die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung ja bereits halbwegs erfolgreich war (was nicht heißen soll, dass Jene, die noch nicht unterzeichnet haben, dies nicht noch nachholen sollten), hier noch der Verweis auf eine zweite unterstützenswerte Petition.

Es geht darum, dass das Zeugnisverweigerungsrecht von Journalisten dahingehend ausgeweitet werden soll, dass es auch für Leute gilt, die dieser Arbeit nicht „berufsmäßig“ nachgehen, also insbesondere auch für Blogger und Leute wie die Cams21-Aktivisten, die derzeit immer wieder staatlichen Represionen ausgesetzt sind.

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